Prinzipien der Osteopathie | The International Academy of Osteopathy IAO
 

Prinzipien der Osteopathie

Die Osteopathie basiert in erster Linie auf folgenden Prinzipien:

1. Wechselwirkung zwischen Struktur und Funktion

Nur eine vollkommen intakte Struktur kann gut funktionieren.
Beispiel: Wenn ein Auto ein Rad verloren hat, fährt es nicht mehr richtig. Oder: Wenn ein Auto zu lange nicht gefahren wird, geht es kaputt.
Dasselbe gilt für die menschlichen Strukturen und Funktionen. Der Osteopath stellt die blockierte Bewegungsfunktion einer bestimmten Struktur wieder her.

2. Der Körper ist eine biologische Einheit

Alle Strukturen und Funktionen des Körpers sind untrennbar miteinander verbunden. Dies wird Holismus genannt und bedeutet, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile.
Ein Problem in unserem Körper sorgt nicht nur für lokale Veränderungen, sondern auch für Veränderungen an anderer Stelle.
Beispiel: Reifenpanne. Es gibt nicht nur ein lokales Problem (Loch im Reifen), sondern auch an anderer Stelle (das Auto fährt nicht mehr richtig).
Der Osteopath weiß, dass ein Bewegungsverlust im Fuß nicht nur Schmerzen im Fuß, sondern auch im unteren Rücken verursachen kann.

3. Der Körper verfügt über selbstregulierende Mechanismen

Der Körper hat von Natur aus die Eigenschaft, sich selbst so gut wie möglich im Gleichgewicht zu halten. Wir sind uns nicht immer bewusst, dass unser Körper ständig gegen alle möglichen Angriffe wie Witterungseinflüsse, Krankheitserreger, die Schwerkraft usw. ankämpft. Durch die Behandlung der Bewegungsverluste aller Strukturen gelingt es dem Osteopathen, diese selbstheilenden Kräfte zu fördern. Natürlich können mit der Osteopathie nicht alle Beschwerden geheilt werden, deshalb ist die Zusammenarbeit mit der herkömmlichen Medizin unverzichtbar.