FAQ | The International Academy of Osteopathy IAO
 

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FAQ

Wenn Sie Fragen haben über unsere Ausbildung oder über die Osteopathie selbst, schauen Sie doch einmal in dieser Rubrik nach. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte.

Ausbildung

  1. Gibt es das anerkannte Diplom der Osteopathie?

    Ja. Das DO-Diplom der IAO ist europaweit von den Berufsverbänden anerkannt. Deutsche Absolventen finden Aufnahme in dem Verband für wissenschaftliche Osteopathen Deutschlands e.V. (VWOD) und in die Österreichische Gesellschaft für Osteopathie (ÖGO). In der Schweiz steht ihnen die Vereinigung akademischer Osteopathen/innen Schweiz (VAOS) offen. Außerdem können sie Mitglied im amerikanischen Dachverband American Academy of Osteopathy (AAO) werden.

  2. Kann ich staatliche Förderung für meine Ausbildung an der IAO in Anspruch nehmen?

    Unter gewissen Voraussetzungen ist eine finanzielle Förderung der Ausbildung an der IAO möglich. Informationen hierüber finden Sie hier.  Da in jedem Fall die persönlichen Umstände des Antragstellers für eine mögliche staatliche Förderung ausschlaggebend sind, muss sich jeder Student individuell über Fördermöglichkeiten erkundigen.

  3. Die IAO bezeichnet sich selbst als Vorreiter der Osteopathieausbildung in Europa. Wie begründen Sie das?

    Die IAO war die erste Schule, die im deutschsprachigen Raum eine fundierte und umfassende Ausbildung zum ganzheitlichen Osteopathen angeboten hat. Über 1.000 ehemalige und rund 900 gegenwärtige Studenten haben seit 1987 das IAO Curriculum in Deutschland und Österreich absolviert oder befinden sich gegenwärtig in der Ausbildung. Ihr Einfluss auf die Qualität von Lehrinhalten und Lehre ist ein wichtiger Pluspunkt der IAO Ausbildung. Als einzige Schule bietet die IAO darüber hinaus in Gent eine fünfjährige Vollzeitausbildung zum Osteopathen an. Diese Vollzeitausbildung ist auf der Bachelor-Master-Struktur aufgebaut.

    Sowohl hinsichtlich des Ausbildungsniveaus als auch in Bezug auf die Qualifikation der Dozenten hat die IAO Maßstäbe gesetzt: Ihr Curriculum hat Universitätsniveau. Alle IAO Dozenten haben einen akademischen Abschluss, entweder in Medizin und/oder in Osteopathie (Master of Science in Osteopathie, MSc.Ost.) Die IAO ist zudem als einzige Osteopathieschule nach ISO 9001 zertifiziert, wird also in Bezug auf ihre Ausbildungsqualität regelmäßig extern kontrolliert.

    Nicht zuletzt engagiert sich die IAO sowohl in den europäischen Berufsverbänden als auch in der American Academy of Osteopathy (A.A.O.) und der  Osteopathic International Alliance (OIA). Ihre Dozenten haben bereits mehrere Fachbücher veröffentlicht und halten Vorträge auf internationalen Fachkongressen.

  4. Welche Fortbildungsmöglichkeiten bietet die IAO ihren Absolventen?

    Auch nach dem Abschluss sind die Absolventen Teil der IAO Gemeinschaft. Denn jeder Osteopath trägt eine große Verantwortung für das Wohl seiner Patienten. Daher ist es empfehlenswert, sich über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu informieren und neue Fertigkeiten anzueignen. Informationsportal hierfür ist die Website für Studenten, Dozenten und Alumni der IAO. Darüber hinaus organisiert die IAO jedes Jahr spezielle Fortbildungskurse für ihre Absolventen. Fachliche und berufliche News dem monatlichen I.A.O. Newsletter. Auch ausländische Kongresse und Fachtagungen stehen den IAO-Absolventen offen. Jedes Jahr organisiert die IAO selbst einen wissenschaftlichen Kongress:  International Conference on Research in Osteopathic Medicine (ICROM). Sie können beispielsweise Mitglied der American Academy of Osteopathy (A.A.O.) werden, dem Dachverband der 20 amerikanischen Osteopathie-Hochschulen.

     

  5. Welche Bedeutung hat die Zertifizierung der IAO nach ISO 9001?

    Alle Informationen dazu finden Sie hier.

  6. Was ist die Bologna-Erklärung?

    Alle informationen dazu finden Sie hier.

  7. Muss ich während des Unterrichts viel mitschreiben?

    Nein. Zu allen Kursen und Modulen stehen Ihnen online Skripten, lehrbücher und eBooks in deutscher Sprache zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten erhalten alle eBooks Videos aller behandelten Techniken.

  8. Kann ich noch an die IAO wechseln, wenn ich bereits an einem anderen Institut eine Ausbildung begonnen habe?

    Ja, das ist möglich. Mailen Sie uns detaillierte Information über alle Kurse und Prüfungen die Sie schon belegt haben. Wir stellen dann Ihr persönliches Programm zusammen.

  9. Kann ich das Gelernte gleich in der Praxis anwenden?

    Das IAO-Curriculum ist modular aufgebaut. Jedes Modul ist eine in sich abgeschlossene thematische Einheit aus Theorie und Praxis. Das hat den Vorteil, dass Sie nach jedem Modul die für diesen Bereich gelernten osteopathischen Techniken bereits auf sichere Weise in der Praxis anwenden können.

  10. In welcher Sprache wird an der IAO unterrichtet?

    Die IAO unterrichtet an allen ihren Standorten grundsätzlich in der jeweiligen Landessprache. In Deutschland, der Schweiz und Österreich also auf Deutsch. Selbstverständlich erhalten Sie als Ausbildungsunterlagen  auch deutsche Skripten. Sie erhalten von uns Lehrbücher, E-Bücher, Zugang zu virtuellen Klassen, und darüber hinaus hat jeder Dozent auch seine eigene Powerpoint -Präsentation.

  11. Gibt es einen Anmeldeschluss für die Ausbildung an der IAO?

    Nein. Die Immatrikulation erfolgt – bei Erfüllung aller Zulassungsvoraussetzungen – nach zeitlichem Eingang der Bewerbungen. In den vergangenen Jahren waren gewöhnlich alle Kursplätze spätestens einen Monat vor Kursbeginn vergeben.

  12. Welche vertebralen Manipulationen lernt man an der IAO?

    An der IAO erlernen Studenten sowohl Techniken mit dem langen als auch mit dem kurzen Hebel. Im Vordergrund der Ausbildung steht dabei der verantwortungsvolle und sichere Umgang mit den Patienten.

Osteopathie

  1. Wie und wo finde ich einen kompetenten Osteopathen?

    Ein kompetenter Osteopath wird nach einer hochwertigen Ausbildung Mitglied eines Berufsverbandes und erhält dort eine Anerkennung. Hier finden Sie eine Übersicht aller Berufsverbände, in denen die IAO aktiv ist. Alle Osteopathen, die in einem dieser Verbände als Mitglied registriert sind, haben eine umfassende Versicherung und halten sich an die berufsständischen Regeln.

  2. Man hört und liest immer wieder über wundersame Heilerfolge und ungewöhnliche Techniken in der Osteopathie. Ist das seriös?

    An der Osteopathie, wie sie die IAO unterrichtet, ist nichts wundersam oder gar außer gewöhnlich. Vielmehr basiert dieses medizinische Konzept allein auf fundierten Kenntnissen der menschlichen Anatomie und Physiologie sowie bewährten manuellen Techniken, die – in der richtigen Kombination und Reihenfolge – zu einer ausgezeichneten Behandlung führen. Da "Osteopath" jedoch in Deutschland noch keine geschützter Berufsbezeichnung ist, kann sich jeder selbsternannte Heiler als Osteopath bezeichnen. Eine Orientierungshilfe gibt hier den Verband für wissenschaftliche Osteopathen Deutschlands e.V. (VWOD). In dessen Verzeichnissen finden Sie seriöse und wissenschaftlich ausgebildete Osteopathen.

  3. Worin unterscheiden sich Osteopathie und Chiropraktik?

    Die Chiropraktik wurde von einem Schüler, des amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still, entwickelt.Im Gegensatz zur Osteopathie, die auch Bindegewebe und innere Organe in ihre Therapie einbezieht, konzentriert sich die Chiropraktik auf das Skelettsystem. Während die Osteopathie überwiegend mit sanfter Mobilisation arbeitet, um die Selbstheilungskraft des Körpers zu unterstützen, nutzen Chiropraktiker eher Manipulationstechniken in ihrer Therapie (kurze, starke Impulse auf gestörte Gelenke).

    Die Ausbildung zum Chiropraktiker wird in Deutschland nicht angeboten und kann daher nur im Ausland (USA, England, Frankreich etc.) erfolgen.

  4. Wie geht ein Osteopath bei einer Behandlung vor?

    Anamnese

    Der Osteopath versucht im Patientengespräch zunächst Indizien für die Ursache der jeweiligen Beschwerden zu finden. Dabei sind frühere Beschwerden und die medizinische Vorgeschichte des Patienten unerlässliche Informationsquellen.

    Klinische Untersuchung

    Anschließend erstellt der Osteopath eine eigene klinische Diagnose: Durch gründliche manuelle Untersuchung des Patienten, beispielsweise mittels Beweglichkeits- oder neurologischer Tests, versucht er die Beschwerden und ihre Ursachen im Körper zu lokalisieren. Hilfreich können dabei die Ergebnisse früherer Untersuchungen und Röntgenbilder sein. Erst jetzt entscheidet der Osteopath, ob er den Patienten angemessen therapieren kann oder an einen Arzt verweisen muss.

    Behandlungsstrategie

    Kommt der Osteopath zu dem Schluss, dass eine osteopathische Behandlung hilfreich ist, erarbeitet er mit dem Patienten eine Behandlungsstrategie. Diese stützt sich ausschließlich auf – meist sanfte – manuelle Techniken. Der Osteopath verschreibt keine Arzneimittel und macht auch von keiner invasiven Technik (z. B. Spritzen, Operationen) Gebrauch.

    Ziel

    Das Ziel der Behandlung besteht darin, ein besseres Gleichgewicht zwischen Struktur und Funktionen des Körpers herzustellen. Dabei behandelt der Osteopath nicht die Krankheit selbst, sondern versucht, die natürlichen Heilungsprozesse des Kranken zu fördern.

  5. Was kostet eine osteopathische Behandlung?

    Eine Sitzung kostet zwischen 50 und 100 Euro je Stunde.

    Meist reichen drei bis vier Sitzungen (einmal pro Woche) aus, um zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden zu kommen.

    Mehr Information finden Sie auf der Webseite von das VWOD.

  6. Was ist der Unterschied zwischen Osteopathie einerseits und Physiotherapie, Krankengymnastik und manueller Therapie anderseits?

    Krankengymnastik und Physiotherapie sind wertvollge Therapien im Rahmen der herkömmlichen Schulmedizin. Sie sind vor allem auf die Rehabilitation ausgerichtet. Manuelle Therapie ist eine Spezialisierung innerhalb der Krankengymnastik bzw. Physiotherapie. Die Osteopathie hat dagegen ein vollständig eigenes medizinisches Konzept und daher nichts mit Krankengymnastik, Physiotherapie oder manueller Therapie zu tun. Die Osteopathie sollte daher nur von Osteopathen ausgeübt werden.

    Das osteopathische Konzept besteht aus einer holistischen Betrachtungsweise des Menschen, wobei die ständige Interaktion zwischen dem Bewegungssytem, dem viszeralen System (Organe und Eingeweide) und dem kraniosakralen System (neuro-endokrines System) im Vordergrund stehen. Osteopathen verstehen sich als "Funktionsingenieure", die die Bewegungsverluste bzw. Funktionsstörungen aller Gewebe auf sicherer und sanfter Weise untersuchen und behandeln. Gut ausgebildete Osteopathen sind Mitglied ihres nationalen Berufsregisters.